| |

|
Literaturarchiv der Monacensia
1924 gründete Hans Ludwig Held
(1885-1954) die Handschriftenabteilung der Monacensia. Dank seiner
umfassenden Beziehungen zu der literarischen Welt konnte er
innerhalb kurzer Zeit 6696 literarische Originalmanuskripte und
Autographen aller bedeutender Schriftsteller des Münchner und
oberbayerischen Raums zusammentragen. So erhielt er unter vielen
anderen Manuskripten berühmter Schriftsteller zum Beispiel das
einzige Drama von Thomas Mann "Fiorenza" mit dessen Zeichnungen für
das Bühnenbild.
In der NS-Zeit wurde Hans Ludwig Held gezwungen, seinen Posten zu
verlassen. Im Mai 1945 kehrte er auf seinen alten Posten zurück, nun
auch als Kulturbeauftragter der Landeshauptstadt, als der er rastlos
am Wiederaufbau des Münchner Kulturlebens wirkte. Evakuiert in
niederbayerische Klöster und Pfarrhäuser überstand die ganze
Handschriften-Sammlung den Krieg. 1977 in Handschriftenabteilung und
1994 in Literaturarchiv der Monacensia umbenannt , erlebte sie eine
neue Blüte. Große literarische Nachlässe wie die von Erika und Klaus
Mann, Frank Wedekind, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Josef Ruederer,
Max Halbe, Annette Kolb, Franziska Gräfin zu Reventlow, Gustav
Meyrink, Otto Julius Bierbaum, Michael Georg Conrad und viele mehr
kamen in das Literaturarchiv, das mehrmals umzog, zunächst von der
Möhlstraße in die Mathildenstraße und von dort 1977 ins
Hildebrandhaus in die Maria-Theresia-Straße, derzeitige und schönste
Adresse.
Sie möchten wissen, ob das Monacensia Literaturarchiv den Nachlass
einer bestimmten Persönlichkeit hält? Sehen Sie
hier in der alphabetischen
Liste nach. (externer Link)

Foto: Coco Lang
|
|