Sie finden die Jahrbücher online auf unserer Jahrbücher-Webseite: Jahrbücher der Freunde der Monacensia e.V.

Das Jahrbuch des Fördervereins Freunde der Monacensia e. V. enthält jeweils den Jahresbericht der Monacensia mit einer Übersicht über die Ausstellungen und die Veranstaltungen der Monacensia und einen Überblick über die aktuellen Neuerwerbungen. Das Jahrbuch berichtet über die Arbeit des Literaturarchivs und enthält Beiträge von Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftlern zu Schriftstellerinnen und Schriftstellern, deren Nachlässe oder Teilnachlässe in der Monacensia liegen. Es enthält außerdem Beiträge zu Gedenktagen. Die Aufsätze sind durch Fotos und Faksimiles von unveröffentlichten Dokumenten illustriert.

MonTalk mit Friedrich Ani

Friedrich Ani 2

Friedrich Ani in der Monacensia im Dezember 2025

Wann bis du nach München gezogen? Und unter welchen Umständen?

Mein erster Wohnsitz war in Schwabing 1978, allerdings war ich als Kind und Jugendlicher regelmäßig bei Verwandten in München, immer in Schwabing, lange hatte ich keine Ahnung, wie die übrigen Stadtteile heißen. 1978 hatte ich das Abitur hinter mir und mein erstes Bob-Dylan-Konzert gesehen (in Nürnberg), jetzt musste ich dringend vom Land in die Stadt und schreiben üben.

Vor kurzem ist dein Buch "Schlupfwinkel" erschienen. Du erinnerst dich darin an Kochel. Was macht den Unterschied aus? Dort das Land mit den Bergen, hier die Stadt mit der Asphalt-Literatur?

Mit dem Begriff Asphalt-Literatur kann ich nichts anfangen, klingt nach einer dieser vielen Schubladen, in die Autorinnen und Autoren gestopft werden, damit sie gut aufgehoben sind und nicht wahllos in der Gegend rumliegen und stören. Vielleicht gibt es in den Bergen eine Kalksteinliteratur oder eine Gletscherspaltenliteratur. Ich kam nach München, um ohne Schubladen zu leben, ich brauchte Luft und Leute um mich, die mich lehren durchzuschnaufen und einen eigenen Atem zu entwickeln. Hat geklappt, glaube ich.

Wann hast du die Monacensia entdeckt?

Das weiß ich nicht mehr, das Haus, diese Institution, war für mich schon immer da, ich hatte auch ziemlich Respekt davor, wirkte etwas einschüchternd auf mich, der Bau. Hat sich gelegt, inzwischen zolle ich dem Haus freiwillig den größten Respekt.

Welchen Text aus den Jahrbüchern empfiehlst du?

Den Beitrag über den Briefwechsel der Bachmann mit Kesten hat mich in Beschlag genommen, vor allem, weil manches klingt, als sei es für eine spätere Veröffentlichung geschrieben, der Adressat eher Mittel zum Zweck. Wahrscheinlich täusche ich mich. Bei Tagebüchern und Briefwechseln entwickele ich immer eine Scheu, darf ich das lesen, soll ich, bin ich ein Voyeur. Alles in allem: Die Beiträge in den Jahrbüchern sind immer lesenswert.

Was bedeutet die Monacensia für dich?

Ein Haus, welches das kulturelle Leben in München ehrt und bewahrt, über die Zeiten hinweg, eine Institution, die der kleinen Stadt am Fluss zur Ehre gereicht. (Foto: Nicola Bardola – MonTalk im Februar 2026)

MonTalk mit Gunna Wendt

Gunna Wendt 2

Gunna Wendt in der Monacensia im Dezember 2025

Wie erinnerst du dich an die ersten Kontakte zur Monacensia?

Nachdem Elisabeth Tworek die Leitung der Monacensia übernommen hatte, gab es dort eine gewisse Aufbruchstimmung, die mich stark ansprach und ziemlich früh zu einer Zusammenarbeit führte. 1995 konzipierte ich die Ausstellung "Zerlegen und Zusammensetzen. Gert Hofmanns literarische Welten" aus Gert Hofmanns Nachlass und verfasste den gleichnamigen Essay, der im A1 Verlag erschien. Damit begann eine jahrelange Zusammenarbeit. Ich kuratierte Einzelausstellungen zu Thomas Strittmatter ("Der Tod ist eine Maschine aus Eis") und Lena Christ ("Die Glückssucherin") sowie Themenausstellungen wie "Fremd(w)orte. Schreiben und Leben. Exil in München" und "Der Traum vom Schreiben. Schriftstellerinnen in München (1860 bis 1960)". Auch für meine Bücher, in denen es oft um Frauen geht, die sich selbst erfunden haben und erfinden, habe ich in der Monacensia recherchiert und bin immer freundlich aufgenommen worden. Liesl Karlstadt, Franziska zu Reventlow, Lena Christ, Erika Mann, Therese Giehse waren u.a. meine Themen.

Ist dir ein Artikel in den Jahrbüchern besonders aufgefallen, den du weiterempfehlen möchtest?

Ein Artikel, der mich stark berührt hat, ist der von Daniela Weiland im aktuellen Jahrbuch 2025: "Ich bin sicher ein Mensch, der in der Freiheit besser gedeiht." Die vergessene Münchner Fotografin Stephanie Held-Ludwig und ihr 'Atelier Veritas'. Die Fotografin kennen zu lernen, von der ein besonders schönes Lena Christ-Porträt stammt, war für mich ein Gewinn.

Die Monacensia gilt als das literarische Gedächtnis der Stadt. Hans Magnus Enzensberger sagte: „Die Monacensia ist ein bisschen family“. Was bedeutet die Monacensia für dich?

Ein toller Satz von Enzensberger ist das. Ich denke bei der Monacensia nicht so sehr an Familie, sondern an Freundschaft. Freundschaft, die Interesse, Anregung und Unterstützung beinhaltet. Nicht zu vergessen: große Sachkenntnis. Vor allem ist die Monacensia für mich ein Ort, an dem man selbstverständlich in die Geschichte, vor allem die Münchner Literaturgeschichte, eintaucht - von einem Moment zum anderen: Gerade ausgestiegen aus der Tram an der Holbeinstraße, ein paar Schritte die Siebertstraße entlang, hinein ins Hildebrandhaus und schon fühlt man sich in eine andere Zeit und in eine andere Welt versetzt - ein bisschen wie mit einer Zeitmaschine - und genießt diese Reise. (Foto: Nicola Bardola – MonTalk im Januar 2026)

Die Autoren und Autorinnen des Jahrbuchs 2022 waren: Vera Botterbusch, Anke Buettner, Christa Elferich, Sebastian Fröhlich, Bernhard Gajek, Hiltrud Häntzschel, Hermann Henne, Walter Hettche, Kristina Kargl, Hildegard Kronawitter, Ingvild Richardsen, Thomas Schütte, Sylvia Schütz, Christiane Wyrwa. Aktuellere Jahrbücher und Inhalte unter Jahrbücher der Freunde der Monacensia e.V.

Bassermann-Jordan, Gabriele von/Fromm, Waldemar/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2021 
ISBN: 978–3–96233–318–8
Allitera Verlag, 328 S., Paperback
€ 24.90

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Die bisher erschienenen Jahrbücher der Freunde der Monacensia e. V. sind in der Monacensia und im Buchhandel erhältlich. Oder einfach online direkt beim Verlag bestellen:

Bassermann-Jordan, Gabriele von/Fromm, Waldemar/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2020 
ISBN: 978-3-86906-195-5
Allitera Verlag, 296 S., Paperback
€ 22.90

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)

Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2019
ISBN: 978-3-96233-195-5
Allitera Verlag, 336 S., Paperback
€ 24.90

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2018 
ISBN: 978-3-96233-085-9 
Allitera Verlag, 336 S., Paperback
€ 24.90

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2017 
ISBN: 978-3-96233-001-9 
Allitera Verlag, 282 S., Paperback
€ 19.90

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)

Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2016 
ISBN: 978-3-86906-955-5 
Allitera Verlag, 204 S., Paperback
€ 18.90

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 Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)

Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2015
ISBN: 978-3-86906-794-0
Allitera Verlag, 308 S., Paperback
22.90 Euro

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2014
ISBN: 978-3-86906-662-2
Allitera Verlag
236 S., Paperback
€ 19.90

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2013
ISBN: 978-3-86906-587-8
Allitera Verlag
232 S., Paperback
19.90 Euro

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2012
ISBN: 978-3-86906-370-6
Allitera Verlag
252 S., Paperback
19.90 Euro

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Fromm, Waldemar/Göbel, Wolfram/Kargl, Kristina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2011
ISBN: 978-3-86906-171-9
Allitera Verlag
184 S., Paperback
16.90 Euro

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Fromm, Waldemar/Kargl, Christina (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2010
ISBN: 978-3-86906-139-9
Allitera Verlag
Paperback
18.90 Euro

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Fromm, Waldemar und Göbel,Wolfram (Hg.)
Freunde der Monacensia e.V. – Jahrbuch 2009
ISBN: 978-3-86906-038-5
Allitera Verlag
188 S., Paperback
14.90 Euro

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